Tennis-Gesundheits-Tipp Nr. 1 (Bänderriss)
Geschrieben von: Dr. Rupert Lebmeier Sonntag, 08. Februar 2009 um 14:46
Wenn wir davon ausgehen, dass Tennis im 13. Jahrhundert in nordfranzösischen Klosterhöfen entstand, dann könnte es wohl so gewesen sein, dass die Mönche (Nonnen) im Winter auch mal in der Kirche gespielt haben.
Auch wir wechseln nun von den Sandplätzen hinein in die Hallen. Die Verletzungshäufigkeit ist im Tennis im Verhältnis zu anderen Sportarten eher gering.
Eine der häufigsten Verletzungen ist wohl die Verstauchung, Verrenkung oder der Bänderriss des Sprunggelenks.
Meist entstehen die Verletzungen am Anfang oder in einer Phase der Erschöpfung. Die wenigsten Spieler machen sich vorher warm. Das kann man doch schließlich auch auf dem Feld besorgen! Oder?
Gerade in Hallen mit stumpfen Böden – ein Rutschen ist nicht möglich- vielleicht zusätzlich mit beengten Raumverhältnissen, besteht erhöhte Gefahr des Umknickens.
Nach dem Umknicken gibt es meist eine massive Schwellung (Bluterguss durch zerrissene Hautvenen) starke Schmerzen und oft besteht die Unfähigkeit den Fuß zu belasten.
Bei jüngeren Spielern stehen Bänderrisse im Vordergrund, bei „reiferen“ Akteuren gibt es schon mal Knochenbeteiligungen!



Mit einer Röntgenaufnahme lässt sich beweisen, was Sache ist. Eine spezielle gehaltene Aufnahme ist fast überflüssig (ich weiß, da gibt es Widersprüche), aber Bänderrisse werden in seltensten Fällen im deutschsprachigen Raum operiert.
Die Therapie erfolgt konservativ, d.h. durch Ruhigstellung in Schiene, Tape, Spezialschuh usw.
Was können Sie tun?
Im Falle einer Verletzung sofort kühlen und evtl. Kompressionsverband .
Aber! Soweit wollen wir es gar nicht kommen lassen:
Üben Sie doch mal auf einem Balancierbrett, nur wenige Minuten am Tag. Das macht Spaß und das Brett ist gar nicht so teuer – fragen Sie mal im Sportgeschäft. 
Dabei werden nicht nur die Muskeln und Bänder des Sprunggelenks beübt, sondern auch die Rückenmuskulatur mit den verschiedensten Muskelketten.
Laufen Sie sich vor dem Spiel nur 5 Minuten warm – danach einige Streck- und Dehnübungen und schon können Sie auf dem Spielfeld deutlich sicherer auftreten.
Für die Hallensaison viel Spaß
wünscht Ihr
Dr. Rupert Lebmeier


